Kolumne: Verleugnung

 

N

ein mir geht es gut.

Ich bin nicht erledigt.

So schlimm ist das jetzt auch wieder nicht.

Das macht mir nichts aus. Wirklich nicht.

Natürlich kann ich das erledigen. Ist gar kein Problem.

 

Manchmal habe ich das Gefühl das mich nur die Verleugnung am Laufen hält. Ich kann mir nicht eingestehen, dass mich etwas verletzt, dass mich etwas enttäuscht – noch nicht einmal, dass mich etwas ärgert.

 

Ich bin zu stolz mir einzugestehen, dass es eben manchmal auch reicht und ich manchmal am Ende meiner Kräfte bin. Zu stolz mir einzugestehen, dass auch ich Grenzen habe und ich diese respektieren muss. Müsste.

Natürlich will ich auch andere Menschen nicht enttäuschen, aber in erster Linie fände ich es wohl schlimmer mich selbst zu enttäuschen.

Die Müdigkeit die ich verspürte während ich sage: „Ja, klar. Ich bleib gerne noch länger.“?

Ich hab sie ignoriert – denn es macht mir ja eigentlich nichts aus.

 

Der Junge der damals unschönes hinter meinem Rücken über mich erzählte?

Ich habe ihn ignoriert – denn es machte mir ja eigentlich nichts aus.

 

Den dritten Job den ich zeitweise annahm, auch wenn ich es zuhause nur noch schaffte ins Bett zu fallen?

Ich habe nicht gekündigt – denn es machte mir ja eigentlich nichts aus.

 

Die Demotivation die ich verspürte als ich Einladung für die Party annahm, obwohl ich eine anstrengende Woche hinter mir hatte?

Ich habe sie ignoriert – denn es machte mir ja eigentlich nichts aus.


Und das beängstigende daran ist: Es funktioniert. Es funktioniert wirklich gut. Ich lüge mir einfach so lang vor, dass gewisse Dinge mir keine Anstrengung bereiten sollten bis ich es selbst glaube. Ich rede mir lang genug ein, dass mich etwas nicht ärgert bis es das nicht mehr tut.

Es ist dieser Selbst-Betrug, der mich demnach zu einem besseren Menschen macht. Jemanden der bis an seine Grenzen gehen kann, der ausgeglichener ist und oftmals über den Dingen steht.

Und dann stelle ich mir die Fragen ob ich das sein will? Eine Person, deren Charakterstärke aus gezieltem Selbstbetrug besteht.

Aber dann – Gegenfrage: Kann irgendjemand Charakterstärke ohne derartige Verleugnung erreichen? Es gibt sie bestimmt. Die tadellosen Menschen, die sich bestimmt nicht solchen Mitteln bedienen müssen. Aber ich gehöre nicht dazu. Definitiv nicht.

 

Und vielleicht ist Verleugnung am Ende des Tages nur eine Art der Selbstkontrolle.

Denn wer kann am Ende des Tages über sich hinauswachsen ohne seine Grenzen zumindest kurzzeitig zu ignorieren?

 


 

 

 

in freundlicher Zusammenarbeit mit fashionid.de

 

W

er diesen Blog schon länger verfolgt weiß, dass ich einfache Outfits mag. Ich mag die Art Outfits, die man morgens aus dem Schrank zieht, überzieht und zumindest ein bisschen so aussieht als hätte man sich viel Gedanken über seine Kleidung gemacht. Damit meine ich nicht, dass Mode immer unkompliziert sein muss – ich mag es genauso gerne meine Kleider auf dem Bett auszubreiten und mit verschiedenen Looks und Accessoires zu experimentieren. Im Alltag kann es jedoch ganz einfach sein feste go-to-Looks zu haben.

Und ein solches zeige ich euch mit diesem Look. Schlicht, elegant, unkompliziert.

 

Entscheidend bei einem solchen Looks sind die Basics. Und auf diese lohnt es sich wert zu legen. Deshalb freue ich mich besonders, dass Fashion ID den heutigen Post unterstützt. Dort findet ihr nicht nur eine große Bandbreite an eleganten Basics, sondern Kleidung für jeden Anlass. Ich selbst habe dort in der Vergangenheit bereits einige Teile bestellt und war bisher immer zufrieden. Momentan bin ich auf der Suche nach dem perfekten Jumpsuit, da besteht bei meiner Garderobe nämlich noch etwas Nachbesserungsbedarf.

 

 

Habt ihr Tipps für den perfekten Jumpsuit?

Und welche Basics fehlen euch noch?

 

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