Ein Jahr Jura

 

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in Jahr Jura. Es ist bald ein Jahr her, dass ich mein Studium begonnen habe. Und um ehrlich zu sein könnte ich mir nicht mehr vorstellen etwas anderes zu machen. Bisher gab es keinen Moment an dem ich meine Entscheidung bereut oder ernsthaft hinterfragt hätte. Auch wenn mir bewusst ist, dass diese zwei Semester nichts im Vergleich zu dem waren, was noch auf mich zukommt. Ich habe auf dem Blog das letzte Jahr über sehr wenig über mein Studium gesprochen, sodass ich mich heute dazu entschieden habe euch eine kleinen Einblick zu geben.

 

1. Selbstständigkeit

Man wird selbständiger. Ich bin eine von 900 Jurastudenten, die letztes Jahr ihr Studium begonnen hat. Niemand läuft dir damit hinter, dass Unterlagen abgibst, niemand kümmert sich darum, dass du dich rechtzeitig zur Prüfung anmeldest. Es interessiert niemanden ob du zu den Vorlesungen gehst und schon gleich zweimal nicht ob du kontinuierlich mitlest oder nur am feiern bist. Das klingt selbstverständlich und das ist es irgendwie auch. Ich persönlich genieße die Freiheiten, die mir das Studium bietet. Man kann sich viel besser selbst organisieren. Aber das erfordert auch eine gewisse Selbstdisziplin.

2. Pendeln

Ich studiere zwar in München, habe jedoch nicht dort gewohnt. Auszuziehen schien mir übertrieben, immerhin brauche ich mit Auto und U-Bahn nur eine Stunde zur Uni. Dass das alles nicht so leicht ist, wie ich mir ursprünglich gedachte hatte wurde mir relativ schnell klar.

Ich stand stundenlang im Stau, musste mehrere Stunden vor Vorlesungsbeginn aufstehen um gerade noch pünktlich zu kommen. Ich konnte mich nie spontan mit Freunden treffen und nachdem ich meine Freunde getroffen hatte stand mir immer noch ein  beschwerlicher Heimweg bevor. Auf Partys war ich immer nüchtern, außer ich konnte bei Freunden schlafen. Das klingt alles nicht so schlimm als könnte man es nicht aushalten. Und so schlimm ist es auch nicht. Aber wenn man stressigere Phasen hat in denen man Hausarbeiten schreiben muss und nachts um 00:oo Uhr noch nach Hause fahren muss, zerrt das unbewusst an einem. Vor allem wenn man an nächsten Monat doppelt so lange fährt, weil man im Stau steht. Das das mit dem Pendeln eine zusätzliche Belastung ist wurde mir also relativ schnell klar.

 

 

3. Zeitmanagement

Eine weitere Sache, die ich zu Beginn des ersten Semesters gelernt habe ist, dass mein Zeitmanagement unglaublich schlecht ist. Mir war schon früher klar geworden, dass Prokrastination und Jura nicht unbedingt vereinbar sind. Da reicht es einfach nicht, sich eine Nacht vorher alles reinzuziehen um gute Noten zu bekommen – oder überhaupt zu bestehen. Zumindest würde das bei mir nicht funktionieren.

Ich habe ein paar ganz üble Wochen durchstehen müssen, als ich in den Wintersemesterferien zwei Hausarbeiten schreiben musste. Angefangen habe ich mehr als pünktlich aber irgendwie habe ich so viel Zeit verschwendet, habe mich tagelang eingelesen und nicht erkannt wo ich Schwerpunkte setzten soll. Es kam also wie es kommen musste und ich geriet in den absoluten Stress. Ich schlief kaum noch, befand mich entweder im Auto oder in der Bibliothek und schrieb teilweise die Nächte durch. Eine Hausarbeit gab ich nur zehn Minuten vor offiziellem Abgabeschluss ab. Eine halbe Stunde zuvor hatte ich noch an der Hausarbeit geschrieben und war dann zum Copyshop gerannt um die Hausarbeit auszudrucken und binden zu lassen. Ich hatte nicht einmal mehr Zeit Korrektur zu lesen und war mir sicher durchzufallen – was erstaunlicherweise dann doch nicht der Fall war.

 

 

4. Klausuren und Bewertungen

Woran ich mit am härtesten zu beißen hatte und habe sind die Klausurbewertungen. Klausuren werden nicht vom Professor persönlich korrigiert sondern von Korrektoren. Deren Bezahlung erfolgt nach Zeit – man kann also verstehen, dass die Bewertungen der einzelnen Klausuren nicht ausführlich ausfallen. Mir war auch bewusste, dass die Bewertung einer Jura-Klausur keine Ähnlichkeit mit der einer Schul-Klausur hat. Manche Bewertungen sind fair. Man merkt wenn ein Korrektor sich Mühe gibt und versucht dem Bearbeiter seine Fehler aufzuzeigen. Aber dann gibt es auch Korrekturen, die nicht mehr als ein paar Bleistift-Anmerkungen am Rand sind. Oftmals komplett unleserlich und mit einer Bewertung am Ende, die manchmal wirkt als hätte der Korrektor sie erwürfelt. Daran musste ich mich erst gewöhnen. Irgendwie hatte ich erwartet, dass ich aus den Korrekturen viel lernen könnte und das war leider nicht sehr oft der Fall. Man muss akzeptieren, dass den Korrektoren ein Ermessensspielraum zukommt, den sie auch voll ausnutzen.

In der Schule konnte ich meine Leistungen eigentlich immer ganz gut einschätzen. Da waren selten wirkliche Überraschungen dabei. Im Studium tue ich mir sehr schwer damit. Oftmals habe ich wirklich nicht einmal eine grobe Einschätzung was für eine Note ich zurückbekomme.

 

5. Kommilitonen

Wenn eines unbestreitbar feststeht dann, dass es viele Jura-Klischees gibt. Und viele trifft nun einmal das Auftreten des Jurastudierenden selbst. Unsozial, karrieregeil und boshaft. Das hört man oft. Und einige sind wirklich so. Sie verstecken Bücher, geben vermeintlichen Freunden falsche Tipps und sehen sich selbst schon als allwissenden Anwalt. Aber schwarze Schafe gibt es in jedem Studiengang. Alle Jurastudenten (mit ein paar Ausnahmen selbstverständlich), die ich kennengelernt habe sind unglaublich freundliche und hilfsbereite Menschen. Man versucht sich gegenseitig zu helfen und nicht sich auszustechen. Es ist also nicht so schlimm wie alle immer sagen. Aber vielleicht schreibe ich nochmal einen separaten Beitrag über Jurastudenten, da ich zu dem Thema noch einiges mehr zu sagen hätte.

 


 

Tipp: Technische Geräte für die Uni

Passend zum Thema möchte ich euch jetzt noch einen kleinen Tipp mit auf den Weg geben. Wenn ihr bald anfangt zu studieren oder auf der Suche nach einer neuen Laptop-, Handy-, oder Tablethülle seid, solltet ihr euch mal bei Handyhuellen.de umschauen. Ich durfte mir dort einige Produkte aussuchen und habe mich unter anderem für diese iPad-Hülle entschieden. Hauptsächlich nutze ich für das Studium zwar mein Macbook aber für das Lesen von Beiträgen oder das Anhören von Vorlesungs-Podcasts ist das iPad wirklich schwer entbehrlich. Ich bin mit der Hülle sehr zufrieden, vor allem der schnelle Versand ist ein echter Pluspunkt.

Wenn ihr also noch auf der Suche nach Zubehör für eure technischen Geräte braucht, bevor das Semester losgeht, wisst ihr wo ihr suchen könnt.

 

 

 


 

Wie hat euch der Beitrag gefallen? Würdet ihr gerne mehr in die Richtung lesen?


 

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