Change

Veränderung. Für mich ist Veränderung natürlich. Es gehört zum Leben und zum Alt werden. Manchmal sind Veränderungen schlecht, manchmal gut.

Ich habe mich verändert. Ziemlich stark sogar. Auch wenn ich nicht unbedingt denke, dass es zum Negativen sei, auch wenn einige Menschen bestimmt der Meinung sind. Früher war ich schüchtern, wenn mich jemand angesprochen hat, bin ich rot geworden und habe kaum mehr ein Wort herausgebracht. Ich bin noch immer etwas zurückhaltend, brauche etwas länger um mit Menschen in Kontakt zu kommen und es dauert vielleicht auch etwas länger als bei Andere um zu vertrauen. Trotzdem habe ich kein Problem mit fremden Menschen zu sprechen oder mich an Gesprächen zu beteiligen. Im Gegensatz zu früher. Früher habe ich getragen was alle trugen, habe versucht nicht aufzufallen, habe mich daran orientiert was die Allgemeinheit für richtig hält und habe mich versteckt. Heute ziehe ich an was ich will. Ich achte nicht sonderlich darauf, ob mein heutiges Outfit im Trend ist oder nicht. Ich habe meine eigene Meinung und lasse mich nicht davon beeindrucken, was alle anderen denken.  Aber ich habe mich nicht nur zum Besseren verändert. Heute mache ich mir mehr Sorgen als früher, ich habe Angst vor Dingen, die vor ein paar Jahren überhaupt kein Thema waren. Meine damaligen Sorgen und Probleme scheinen mir heute nicht einmal als so bedenklich, dass man überhaupt darüber nachdenken müsste. Früher war ich anders – aber nicht unbedingt schlechter.

 

Change. For me change is a natural thing. It’s part of life and aging. Sometimes changes can be bad and somtimes changes can be good. 

I have changed very much I think. I don’t think it’s particular bad, but some people – I’m sure – think it is. Before I was so shy that I got red all over my face when someone came up to me and talked to me. In class I had huge problems participating, because I always was afraid of saying something wrong. I know that I can be a bit reserved from time to time and for me it takes more time to trust someone than others. Now, I don’t have problems to talk to people I’ve never met before and I also participate in conversations, which I didn’t do before. A few years ago I wore, what everybody was used to wear, I tried to not stand out and mostly I took over the opinions of others, just because I was afraid of being „wrong“. Today I wear whatever I want. If I choose an outfit for the day, I go by how I feel, not by what is trend right know (but I like to take trends as an inspiration for outfits). I have my own opinion, my own thoughts and I don’t change my own view because not everyone agrees with it. But while changing I not only did built more selfconfidence I also have changed bad ways. Now I have worries about things, I didn’t even thought of when I was younger. I’m afraid of things that weren’t matters these times. Before I was different – but not worse.

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Was ist eigentlich „früher“? Gab es einen Punkt an dem ich mich verändert habe? Einen Punkt an dem ich entschieden habe, Vieles hinter mir zu lassen? Ich weiß es nicht. Aber ich bin mir sicher, dass mein Blog etwas damit zutun hatte. Was mir heute mit alltäglicher Routine von der Hand geht, war früher eine wahre Herausforderung war. Vor drei Jahren hätte ich nie über die selben Dinge geschrieben wie heute. Ich hätte meine Gedanken nicht so öffentlich geteilt, weil sich ja jemand ein Urteil über mich hätte bilden können. Ich hatte ja schon Probleme damit einen einfachen Text bei einem dm-Haul zu schreiben, weil ich dachte, dass es eh niemanden interessieren würde. Und vielleicht war/ist das auch so, aber es gibt auch Menschen, die gerne etwas persönlichere Texte lesen, die meine Gedanken vielleicht sogar teilen.

Aber warum wird Veränderung meistens mit etwas Schlechtem assoziert? Auf Youtube sehe ich sehr oft Kommentare, in denen Youtubern schon regelrecht vorgeworfen wir sie hätten sich verändert. Na und? Man geht doch keine Verpflichtung gegenüber seinen Lesern oder Zuschauern ein, dass man sie für die nächsten – am Besten – gleich zehn Jahren den selben Content erwarten dürfen. Wie langweilig wäre das denn? Ich finde es immer toll wenn ein Instagram Account, ein Blog, ein Youtube Channel von Veränderung lebt. Sich neu erfinden, sich neue Dinge trauen, sich an neue Herausforderungen herantrauen, über sich hinauswachsen. Das alles wäre doch ohne Veränderung gar nicht erst möglich.

Natürlich geht es auch in die andere Richtung. Menschen, die dir einst noch so nahe standen, weil ihr die selben Interessen geteilt habt, weil ihr die selben Meinungen hatten, können sich mit einem Mal total verändern, sodass man nicht mal mehr weiß ob einem noch die selbe Person von damals gegenübersteht. Man hat sich „auseinander gelebt“, wie man immer so schön sagt. Aber auch das gehört dazu. Es gehört zum Erwachsen werden und ist die Seite der Veränderung, dich ich am meisten fürchte. Aber daran lässt sich auch nichts ändern, denn es ist eine ebenso natürlich Veränderung, wie es die ist über sich hinaus zu wachsen.

 

But what do I mean by „before“? Was there a point, where I changed? A point, where I decided to let go? I don’t know. But I’m sure that my blog has something to do with it. Things that are daily routine for me, where really challenging by this time. Three years ago I would never have written about the things I’m writing about today. I wouldn’t have shared my thought so public, because someone could have thought of me in a bad way. I even had problems writing a simple text before a drugstore haul, because I was afraid of people thinking it’s boring. Maybe now, it’s like that, I don’t know for sure but there are also people who enjoy reading some of my thoughts and worries and maybe they struggle with the same problems, share the same opinion. 

Why is change most of the time something bad? In media, like youtube I often read comments, where people complain about the youtuber changing. What’s the problem? There is any commitment when starting a social media chanel, like the Instagramer, Blogger, Youtuber is not allowed to change for the next few years and always has to provide the same content? I guess not. How boring would that be? I love seing how people change over time. Reinventing themselves, having the courage to try out new things, doing something challenging and growing with everything, that’s what it’s all about I think. 

But of course change has its negative sides. People, with which you had so much in common, with which you shared the same interests have changed completly, so you don’t even know if this is the same person with which you have shared so much. But that’s a part of life to.

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